Über uns Jagen vor 250 Jahren Jagdliche Helfer

 

 

Sein Plaisier fand der Adel bei der sogenannten Hohen Jagd, vor allem bei den gleich höfischen Festen zelebrierten Parforce- oder Beizjagden. Die Bevölkerung hatte keinerlei Jagdrecht und nicht selten unter strengen Jagdverordnungen und Verboten zu leiden – ganz zu schweigen von den zu leistenden Dienstpflichten und den durch die höfischen Jagden versuchten Schäden an Frucht und Äckern.

Die Hege des Wildes, Pflege der Reviere sowie die Jagd auf Niederwild überließ man den angestellten Jägern. Dazu gehörte auch die Jagd auf Enten, Gänse und sogenanntes Schadwild wie Füchse und Wölfe – auch in Clemenswerth zeugen zwei Schlageisen von Wolfsjagden, Vogelgalgen und Hasenklapper sprechen dafür, dass die angestellten Jäger der Jagd auf Niederwild nachgingen. An solchen Jagden hat der Kurfürst sicherlich nicht teilgenommen. Dennoch sorgte er sich um den Wildbestand und verfügte zum Beispiel, dass das Fangen und Schießen von Wildenten bei Strafe verboten wurde. Auf Geheiß des Kurfürsten betreuten sogar zwei Entenjäger die 1715 in Teglingen und 1756 in Clemenswerth angelegten Entenkojen, wenn auch die Ausbeute gering blieb.

Im Barock war die Jagd ein Standessymbol und wurde als gesellschaftliches Ereignis vom Adel wie ein höfisches Fest mit viel Prunk zelebriert.





 

 


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